Gleiche Rechte für die Taubblinde in der Bildung

Übersetzung aus der Gebärdensprache ins Deutsche

Hallo, mein Name ist Sebastian Wegerhoff und ich bin Usher-Syndrom-Betroffen. Bei der Taubblindendemo, welche am 04. Oktober stattfindet, bin ich dabei. Für mich ist es sehr wichtig! Ich möchte euch kurz ansprechen: In einem Topf finden sehr viele Themen über Barrieren der taubblinden Menschen- ich stelle euch das Thema „Bildung“ vor.
Früher gab es in meiner Schulzeit lange Zeit keine Probleme bis ich zur Oberstufe im Berufskolleg in Essen kam. In einer Klasse saßen gehörlose Schule im Halbkreis und wenn ein Lehrer den Unterricht in Lautsprache durchführten, konnte ich seine Lippen nicht so gut absehen. Meine Augen schafften es nicht gut und verstand ich wenig. Mein Eindruck war, dass die Gehörlosen ihn auch nicht immer verstanden. Umso mehr freuten sich sie, wenn ein Lehrer Gebärdensprache beherrschte, aber für mich war es noch schwieriger, die Gebärden  bei lebhaften Diskussionen aufgrund des stark eingeschränkten Gesichtsfeldes zu folgen. Dies führte dazu, dass den Unterricht nicht gut folgen könnte und ich mich auch oft von den Klassenkameraden isoliert gefühlt habe.
In anderen Ländern wie USA und Skandinavien habe ich gesehen, wie die Taubblinden dort gute Möglichkeiten zur (schulischen) Karrieren haben. Erklärung dafür ist, dass im Unterricht neben einem Lehrer Assistent für Kommunikation Taubblinder steht und er dem Taubblinden die Gespräche der Lehrer und Schüler im Unterricht wiedergibt. Ein Usher-Betroffene als Schüler muss dann nur den Assistenten zusehen, um alles verstehen zu können. Er muss nicht wie sonst versuchen, die Gebärden zu folgen.
Dies ermöglicht den Taubblinden Chancen auf beruflichen Karrieren und diese Möglichkeit muss es für Usher- Betroffenen und Taubblinden in Deutschland auch geben! Sie sollen gleiches Recht haben wie Hörenden und Gehörlosen! Gleiches Recht für alle- kommt alle einmal zur Demo am 04. Oktober in Berlin und unterstütze uns!

Bis bald in Berlin! Tschüß!

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